Webinar: ITIS - Schmerz beim Rind

Videoaufzeichnung der Diskussion auf DER PRAKTISCHE TIERARZT KONGRESS vom 29. Mai 2015

Moderation: Kerstin Müller, Sabine Tacke

 

Enthornen ohne Schmerzen

 

Das betäubungslose Ausbrennen der Hornanlage ist bei Kälbern unter sechs Wochen erlaubt, aber für die Tiere sehr schmerzhaft. Die Initiative tiermedizinische Schmerztherapie (ITIS) setzt sich für die notwendige Analgesie ein.

 

Nach dem betäubungslosen Enthornen scheuern und stoßen Kälber mit dem Kopf und schlagen mit den Hinterbeinen. Sie sind gestresst und haben Schmerzen. Aus gutem Grund ist das Schmerzmanagement bei diesem Eingriff aktuell in die Diskussion geraten. Schon im März hatten die Agrarminister der Bundesländer auf Vorschlag Schleswig-Holsteins den besseren Schutz von Kälbern bei der Enthornung beschlossen. Nicht nur die Gabe von Schmerzmitteln, sondern auch die von Sedativa soll in Zukunft verpflichtend werden. So stellt ein Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz von Anfang Juni fest: "Enthornen ist bei Rindern jeden Alters ein schmerzhafter Eingriff" und schreibt daher vor, zumindest ein Sedativum wie Xylazin und ein mindestens 24 Stunden wirksames Schmerzmittel wie Meloxicam zu verabreichen. Im Gegensatz dazu empfiehlt die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) in einem Merkblatt, das schon 2012 entstanden ist, als Schmerzausschaltung "in jedem Falle eine Leitungsanästhesie kombiniert mit Sedation und postoperativer Schmerzreduktion".


Die Meinungen darüber, wie ein optimales Schmerzmanagement bei der Enthornung aussehen sollte, gehen also auseinander. Dies wurde auch in einer spannenden Diskussion auf dem Der Praktische Tierarzt Kongress deutlich, die ITIS-Mitglied Prof. Dr. Sabine Tacke und Prof. Dr. Elisabeth Müller, Geschäftsführende Direktorin der Klinik für Klauentiere an der Freien Universität Berlin, mit dem Publikum führten. Vorgeschlagen wurde unter anderem die Abgabe von Xylazin an Landwirte. Doch die Anästhesie ist grundsätzlich eine tierärztliche Aufgabe. Die beiden Referentinnen empfehlen eine Leitungsanästhesie des Ramus cornealis des Nervus lacrimalis, kombiniert mit Sedation und postoperativer Schmerztherapie.

 


Die Fachzeitschrift "Der Praktische Tierarzt" berichtete über die Veranstaltung – lesen Sie den Artikel kostenfrei auf i-tis.de. Als Tierarzt können Sie sich mit Ihrem Vetline.de-Passwort anmelden.

 


Technische Voraussetzungen:

Computer mit Maus und Tastatur, Soundkarte, Internetzugang mit DSL-Bandbreite, Internet-Browser mit akt. Flash-Plugin

 

 

Preisinformation (pro Teilnehmer):

Die Teilnahme ist kostenlos für Sie.

 

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